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Koreas Bischöfe: „Wir haben 70 Jahre darauf gewartet“

Der nun in Aussicht stehende Dialog zwischen Nord- und Südkorea soll möglichst ohne Vorbedingungen stattfinden: dazu hat der Vorsitzende der koreanischen Bischofskonferenz eingeladen. Er äußerte große Hoffnungen für die Zukunft.

Man habe 70 Jahr auf diese Chance gewartet. Drohungen mit Waffen und Sanktionen wären Fehler, die in einer Wiederannäherung zwischen Nord- und Südkorea nun nicht vorkommen dürften, sagte Kim Hee-joong, Erzbischof von Gwangju und Präsident der Koreanischen Bischofskonferenz, im Gespräch mit der Agentur SIR. „Wir dürfen ihr politisches System und ihren Präsidenten Kim nicht attackieren, sondern mit ihnen im Gespräch bleiben“, so der Bischof.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, wollen US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un sich noch vor dem Sommer zu einem historischen Gipfel treffen. Die Einladung zu dem Treffen war von Kim ausgegangen, heißt es aus Südkorea, das offenbar die Botschaft überbrachte. Trump habe die Einladung angenommen, bestätigte das Weiße Haus.

Erzbischof Kim Hee-joong äußerte die Hoffnung, dass bald wieder Begegnungen getrennter Familien zwischen Nord- und Südkorea möglich sein werden. Inzwischen sei die südkoreanische Caritas weiter in der Versorgung von Menschen in Nordkorea aktiv.

Sollte wirklich ein Frieden zwischen den seit 50 Jahren getrennten Teilen Koreas zustande kommen, hätten aus Sicht des Erzbischofs vier Männer den Friedensnobelpreis verdient: Papst Franziskus, der südkoreanische Präsident Moon, der nordkoreanische Präsident Kim sowie US-Präsident Trump.

 


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