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Ausbildung

Metanoia: Wieder auf der richtigen Spur

„Bekehre uns, vergib‘ die Sünde“.  So fangen wir die Fastenzeit am Aschermittwoch singend an. „Aber was genau ist Bekehrung? Was möchte Jesus eigentlich mit dieser Einladung zu sich „bekehren“? Dazu hilft uns der ursprüngliche griechische Begriff: Wo das Evangelium über Bekehrung spricht, meint es eigentlich Metanoia.

Metanoia ist mehr als „tut Buße“, wie es uns einige Übersetzungen darstellen. Metanoia könnte man mit dem Bild von Umkehr aus unserem Verkehrsschilderungssystem übersetzen. Wir sind demzufolge in dieser Fastenzeit eingeladen, darauf zu schauen, wo wir in die falsche Richtung gehen. Es geht darum, wieder auf dem richtigen glücklichen Pfad zu gehen. Und dafür muss man sich Zeit nehmen, unsere alltäglichen Schritte zu betrachten. Manchmal fokussieren wir uns vielmehr auf die Anzahl unserer Schritte, als zu denken:  – in welche Richtung gehe ich?

                                                                                

Metanoia ist nicht eine äußerliche Bekehrung, aber sie betrifft unsere Gedanken und unser Herz, um mit Jesus zu gehen, denn dazu sind wir alle berufen. Da liegt unser tiefstes Glück.

 

 

Nützen wir die heilende Kraft der Fastenzeit und lassen wir diese Einladung zur „Umkehr“ in unserem Herz erklingen.

Fasten bedeutet zu lernen, unsere Haltung gegenüber den anderen und den Geschöpfen zu ändern: von der Versuchung, alles zu „verschlingen“, um unsere Begierde zu befriedigen, hin zu der Fähigkeit, aus Liebe zu leiden, welche die Leere unseres Herzens füllen kann. Beten, damit wir auf die Idiolatrie und die Selbstgenügsamkeit unseres Ichs verzichten lernen und eingestehen, dass wir des Herrn und seiner Barmherzigkeit bedürfen. Almosen geben, damit wir die Torheit hinter uns lassen, nur für uns zu leben und alles für uns anzuhäufen in der Illusion, uns so eine Zukunft zu sichern, die uns nicht gehört. So finden wir die Freude an dem Plan wieder, den Gott der Schöpfung und unserem Herzen eingeprägt hat: ihn, unsere Brüder und Schwestern und die gesamte Welt zu lieben und in dieser Liebe das wahre Glück zu finden. (Papst Franziskus, Botschaft zur Fastenzeit 2019)

 

Rafael D’Aqui

Kath. Gemeinschaft Shalom


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